Alles Gute für 2015!

Andreas Weber, Bürgermeister von Rotenburg (Wümme) - Foto: Guido Menker

Andreas Weber, Bürgermeister von Rotenburg (Wümme) – Foto: Guido Menker

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

ich habe in diesem Jahr meinen Arbeitsplatz gewechselt und im Rathaus mein neues Arbeitszimmer eingerichtet. Guido Menker hat dieses Foto gemacht, auf dem ich vor dem Bild der Rotenburger Werke an meinem Schreibtisch arbeite, gut unterstützt von den vielen Mitarbeiteinnen und Mitarbeitern in der Rotenburger Stadtverwaltung.

Die ersten 2 Monate haben mir sehr viel Arbeit beschert, aber auch viel Freude bereitet. Insbesondere die vielen positiven Kontakte mit den RotenburgerInnen und ersten Gestaltungsmöglichkeiten sind sehr erfüllend. Ich danke allen für die Unterstützung, die ich erfahren habe.

Die Zusammenarbeit mit unserer 1. Stadträtin, Frau Nadermann, ist ausgezeichnet. Mit ihren juristischen Kenntnissen und Erfahrungen wird sie für uns sehr wertvoll sein. Für 2015 habe ich mir viel vorgenommen:

  • den angefangenen IGS-Bau und die Sporthalle zeitgerecht fertigzustellen,
  • die neuen Wohngebiete zu entwickeln,
  • den sozialen Wohnungsbau weiter zu fördern,
  • Kultur und Sport zu fördern,
  • die weitere Schulbau- und Stadtentwicklung,
  • den Radwegeausbau,
  • die Baumerneuerung
  • und die Innenstadtbelebung konzeptionell neu aufzustellen
  • und schließlich zusätzliche Arbeitsplätze in Rotenburg zu schaffen
  • – in einer gesunden und artenreichen Umwelt

Auch die noch weiter bei uns ankommenden Flüchtlinge wollen wir als Chance für die weitere Entwicklung Rotenburgs begreifen, sie mit offenen Armen freundlich empfangen, ihnen ausreichend Wohnraum zur Verfügung stellen, Ihnen schnell die deutsche Sprache beibringen und Arbeit beschaffen, dass sie hier vielleicht einmal gesellschaftliche Verantwortung übernehmen können, wie wir dieses hier in Rotenburg an so vielen Beispielen positiv erfahren haben.

Ich freue mich auf den weiteren Austausch und die weitere Zusammenarbeit mit Ihnen zum Wohle Rotenburgs. Ich wünsche Ihnen einen guten Rutsch ins neue Jahr und für 2015 viele guten Gespräche mit Freunden, viel Freude und Erfüllung, vor allem aber viel, viel Gesundheit!

Meine Antrittsrede als Bürgermeister

Sehr geehrte Frau Ratsvorsitzende, sehr geehrte Abgeordnete, liebe Gäste, besonders möchte ich aber meine Familie, insbesondere meine Frau Claudia, meine Kinder, meine Mutter und Schwiegermutter begrüßen.

Zunächst einmal herzlichen Dank, liebe Mechthild Ross-Luttmann, für die ermutigenden Worte.  Danke, allen, die heute abend in den Ratssaal gekommen sind, vor allem allen Ratsmitgliedern, bei denen ich mich wohl entschuldigen muss, dass heute keine Fraktionssitzungen stattfinden können. Aber die Vereidigung wollten wir auch nicht länger hinausschieben. Dann herzlich willkommen den Schulleitern unserer Grundschulen und der Realschule, die mit ihren LehrerInnen einen so wichtigen Bildungsauftrag in Rotenburg wahrnehmen. Meinen Amtsleitern, dem Personalrat und der Frauenbeauftragten der Verwaltung. Vor allem aber allen Zuschauern, die sich meine Vereidigung gerne live betrachten wollten.

Dank sei vor allem gesagt den 6000 Wählern, die Ihr Kreuz neben meinem Namen auf dem Wahlzettel gemacht haben, die einen Wechsel im Rathaus sehen wollten und damit auch einen Politikwechsel herbeiführen wollten.  Die große Hoffnung vieler bedeutet auch eine große Verantwortung auf meiner Seite, diese Hoffnungen und Erwartungen zu erfüllen. Ob ich es wirklich allen recht – und damit Gerechtigkeit herstellen kann, wie es der Eid gerade verlangt hat, da bin ich sehr im Zweifel, ob dieses hehre Ziel tatsächlich erreichbar ist. Einige werden auch mir bestimmt immer einmal gram sein müssen. Da bitte ich heute schon um Nachsicht.

Ich möchte aber nicht nur die großen Erwartungen meiner Wähler erfüllen, sondern auch die 4000 Wähler des bisherigen Amtsinhabers in den kommenden Jahren gerne überzeugen, dass die Wahl am 25. Mai für Rotenburg die richtige gewesen ist, dass Rotenburg insgesamt davon profitieren kann. Denn dass Rotenburg einen Nutzen aus der Wahl zieht, das ist mein wichtigstes Ziel.

Weiterhin möchte ich auch gerne die restlichen 9000 Nichtwähler davon überzeugen, dass das Wahlrecht wahrzunehmen, in einer demokratischen Gesellschaft wohl etwas Normales ist, in anderen Staaten aber immer noch nicht erreicht wurde, damit wir hier ein Privileg genießen dürfen, auf das man auf gar keinen Fall verzichten darf. Denn damit können alle etwas Positives erreichen und man selbst auf die so wichtige politischen Vertretungen, auf die Repräsentanten der Bürgerschaft gleichberechtigt einwirken.

Nun aber sei mir noch ein kurzer Rückblick auf den langen Wahlkampf zur Bürgermeisterwahl gestattet, ein Wahlkampf der zwischen meinen Gegenkandidaten und mir immer fair abgelaufen ist, so dass keine Bösartigkeiten ausgetauscht wurden und damit auch keine schwerwiegenden persönlichen Verletzungen bleiben konnten. Ich danke allen ausdrücklich, die mir bei diesem Kraftakt geholfen haben und mich immer wieder in meinem Tun bestätigt haben, denn die Trennung aus einem hohen und verantwortungsvollen Aufgabenbereich, wie dem eines Landeskriminalamtsleiters in Bremen ist mir nach 38 Jahren und großer Akzeptanz meiner Arbeit in Bremen und umzu nicht leicht gefallen.

Zur Wahl gestellt habe ich mich deshalb, weil es einfach ein Traum ist, in seinem Heimatort, in dem man geboren und aufgewachsen ist, in dem man seine Frau fürs Leben gefunden hat und eine Familie gegründet und großgezogen hat. Eine Heimatstadt, von der man sich trotz Vorliegen vieler Angebote nie getrennt hat, in der man so viele gute Erinnerungen mit Freunden hat und in den unterschiedlichsten Vereinen und Organisationen vernetzt ist oder war, einfach ganz viele Menschen kennt.

Eine Stadt, die liebenswert ist, in der man sich voll und ganz mit Herz einbringen möchte. Der Präsident der Bundeskriminalamtes Jörg Zierke hat es treffend bei meiner Verabschiedung in Bremen und aus dem LKA-Leiterkreis formuliert: „Höchste Anerkennung vor solch einem Schritt, wo sich jemand in einer solchen herausgehobenen dienstlichen Position noch einmal für einen völlig anderen Weg entscheidet und seinen Dienst an der Demokratie unmittelbar in seinem Geburtsort leisten will.“ Gestern abend habe ich es wieder beim Jogging in der Wümme- Niederung gedacht, als 26 Kraniche in geringer Höhe in Keilformation bei Sonnenuntergang in Richtung Süd-Westen flogen, wie herrlich wir es hier doch haben. Solche und andere Dinge zu erhalten und vielleicht das ein oder andere auch zu verbessern, ist nun für mich zu einer Berufung geworden.

Ich habe mich letztes Jahr im August dazu entschieden, mich für die Bürgermeisterwahl aufstellen zu lassen, und werde diese neue Aufgabe mit vollem Engagement wahrnehmen. Bevor ich zu meinen Wünschen für die Zukunft komme, möchte ich noch einmal klarstellen, dass ich in meinem Wahlkampf keine Versprechungen gemacht habe (wie dieses von unterschiedlichen Menschen in dieser Stadt geäußert und offensichtlich vielleicht auch bewusst falsch verstanden und auch kommuniziert worden ist). Zugesagt habe ich nur eines, dass ich aufmerksam zuhören möchte, transparent erörtern, moderieren und vermitteln werde und mich schließlich konsequent für einen Weg entscheide.

Ich habe anstatt von Versprechungen strategische, teilweise aber auch ganz konkrete Ziele formuliert. Ich würde mich sehr darüber freuen würde, wenn in den kommenden 7 Jahren, also meiner Amtszeit, Teile davon Realität werden würden. Deshalb wird jetzt auch nicht mehr in die Vergangenheit geschaut, denn wer immer in den Rückspiegel schaut kommt nie voran!

Folgende Ziele habe ich, die ich mit Beispielen gerne auch in Zukunft für alle greifbarer machen möchte:

  • Ich wünsche mir ein Rotenburg mit seinen Ortschaften Mulmshorn, Waffensen und Unterstedt, sowie Borchel mit Zukunft, mit einer modernen und bürgernahen Verwaltung, in der die Arbeiter, Angestellten und Beamten gerne gemeinsam arbeiten,
  • mit weniger Schulden, als wir sie momentan haben
  • und dabei immer geringeren Grund- und Gewerbesteuerbelastung als es unsere vergleichbaren Nachbarstädte haben,
  • einem sicheren und fließenden Straßenverkehr mit einer leistungsfähigen Verkehrsinfrastruktur, Ampelanlagen die überall sinnvoll geschaltet sind, mit
  • Wohngebieten, die wohnlich und sicher gestaltet sind, wo sich die Nachbarschaft gemeinschaftlich für die Ortsteile, Ortschaften oder Stadtteile einsetzt und am Gestaltungsprozess beteiligt.
  • Dazu möchte ich mehr bürgerschaftliches Engagement gezielt fördern.
  • Ich möchte, dass Stadtteile und Ortschaften zukünftig mit weniger Lärm- und Abgasemissionen belastet sind,
  • eine zufriedenstellend gute Kinderbetreuung mit flexiblen und ganztätigen Angeboten haben, damit Eltern Beruf und Familie besser miteinander vereinbaren können, einem vielfältigen und bunten Bildungsangebot, Zwergenschule in Waffensen, Grundschulen, Realschule, Integrierter Gesamtschule, Lindenschule, Ratsgymnasium, der Berufsschule als Europaschule mit höchster Anerkennung, der Musikschule, unseren Fachschulen, der Volkshochschule mit seinem bunten Fortbildungsprogramm insbesondere auch für Menschen, die den zweiten Bildungsweg beschreiten wollen und Menschen, die unsere Sprache erst erlernen müssen, um sich hier in Rotenburg besser und schneller integrieren zu können.
  • Eine Stadt mit einer hohen Attraktivität an Freizeitangeboten für Kinder und Jugendliche, sowohl was Kino, Theater, Skateranlage und auch die unterschiedlichsten Vereinsaktivitäten angeht, Rotenburg als bunte Kulturstadt, mit den vielfältigsten einheimischen Künstlern und Kulturschaffenden, Rotenburg als leistungsfähige und engagierte Sportstadt, mit genügenden und gut ausgebauten Sportstätten (ausreichenden und gut gepflegten Sporthallen und Sportplätzen, ja auch Bolzplätzen)
  • Rotenburg als bewegliche und gesunde Stadt, als saubere und gepflegte Stadt, mit bürgerschaftlichem Engagement auch für städtische Grünanlagen und sauberen Schildern ohne Aufklebern oder Farbschmierereien. Dem wilden Treiben der FSR-Gang mit ihren gemeinschädichen Sachbeschädigungen will ich gemeinsam mit der Rotenburger Polizei schnell ein Ende bereiten, den Schmierern, die das Rotenburger Stadtbild so stören und dabei hohe Schäden verursachen.
  • Rotenburg als soziale Stadt mit einem hohen gegenseitigen Hilfs- Engagement und großer gegenseitiger Rücksichtnahme, natürlich insbesondere in Bezug auf benachteiligte Menschen, aber auch in Hinblick auf unsere Tiere, mit aktiven Kirchengemeinden, die sich auch in die sozialpolitischen Themen einmischen und mithelfen.
  • Rotenburg – eine Stadt mit vielfältigsten Beschäftigungsmöglichkeiten in Freizeit und – Beruf, in denen Arbeit und Familie gut vereinbart werden kann,
  • eine Stadt, in der auch Investoren langfristig Ihr Kapital gerne und verlässlich binden möchten,
  • wo Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäuser gebaut werden, wo Bausubstanz erneuert wird,
  • wo eine Innenstadt mit sehr variablen Einkaufsmöglichkeiten und kreativen Veranstaltungen und Spielgeräten zum Einkaufen und Verweilen lockt.
  • Aber auch eine Stadt, die Traditionen pflegt und erhaltenswerte Gebäude sichert, damit sich Rotenburger Flair weiter entwickeln und verfestigen kann, die Bürgerinnen und Bürger sich mit ihrer Stadt identifizieren können.
  • Schließlich auch eine Stadt, die die Erinnerung an die schlimmen Zeiten des 3. Reiches, die auch an Rotenburg nicht spurlos vorbeigegangen sind, immer wach hält, damit so etwas nie wieder passieren wird.

Daran zu arbeiten ist mein strategisches Ziel. Es kommt aber nicht nur auf das Was, sondern auch auf das Wie eines Veränderungsprozesses an. Dazu werde ich versuchen, mich persönlich nicht zu verändern, sondern so bürgernah zu bleiben, wie ich das bisher gewesen bin. Ich möchte weiterhin auf der Straße viele Gespräche führen, dass ich immer weiß, wo Sie alle besonders der Schuh drückt.

In der Anfangsphase meiner Amtszeit werde ich wöchentlich mittwochs von 17.00  – 18.00 Uhr eine Bürgersprechstunde anbieten, um dem anfangs bestimmt vorhandenen Nachholbedarf an persönlichen Gesprächen mit dem neuen Bürgermeister abarbeiten zu können und nicht vertrösten zu müssen.

Entscheidungen sollen sorgsam in der Verwaltung vorbereitet werden, den verantwortlichen Politikern im Stadtrat und den hinzugewählten Mitgliedern rechtzeitig zur Diskussion vorgelegt werden. Ich will mich gerne bei Bedarf in allen Fraktionen/Gruppen zu den Beratungen sehen lassen, um umfangreich zu informieren und zu überzeugen. Ich bitte aber auch bei Fragen mich rechtzeitig anzusprechen, damit ich zeitnah zu Ihnen kommen und auch zufriedenstellende Antworten geben kann.

Schließlich möchte ich, dass keine Verwaltungsausschusssitzung mehr unmittelbar vor Ratssitzungen stattfinden soll, damit Entscheidungen im Ausschuss ohne Zeitdruck beraten werden können und auch die vor der Ratssitzung vorgeschaltete Bürgerfragestunde nicht unter Zeitdruck leiden muss.

Zu den strategischen Zielen habe ich schon folgende recht konkrete Ziele:

Zunächst einmal müssen die aktuellen Probleme angegangen werden:

  • Ein weiterer Flüchtlingszustrom scheint für Niedersachsen noch bevorzustehen, wo auch Rotenburg einen Teil der Last mit zu tragen haben wird. Wir müssen hier die Menschen mit größtmöglicher Gastfreundschaft aufnehmen, ihnen adäquaten Wohnraum bieten und eine leichte Integration durch Versorgung, Bildung und Beschäftigung bieten. Meine Erfahrungen aus der Arbeit in Bremen werden uns dabei gewiss helfen.
  • Weiterhin sind die Großprojekte Ausbau der Theodor-Heuss-Schule zur Integrierten Gesamtschule zunächst für die Jahrgänge 5 und 6 sowie der THS-Turnhallen-Neubau von großer Bedeutung, dass diese zeitgerecht und ohne überraschungen bei den Kosten abgewickelt werden.
  • Straßen müssen saniert werden. Mit und für die Ortschaften soll ein leiserer und sicherer Durchgangsverkehr realisiert werden,
  • die Ausweisung von neuen Baugebieten für Gewerbe und Wohnungen muss erfolgen,
  • die Siedlung Hohenesch muss besser auch für den Radverkehr angebunden werden,
  • Ich möchte, dass noch in diesem Monat ein Arbeitskreis Fahrrad eingerichtet wird, der gemeinsam ein Konzept zur Verbesserung des Fahrradverkehrs festlegt und umsetzt,
  • ein Baumerneuerungskonzept vor allem für die öffentlichen Flächen in Rotenburg muss erarbeitet werden, denn es kann doch nicht sein, dass wir so viel Geld jährlich für das Ausschneiden von Totholz ausgeben, während wir die überdimensionierten Bäume, die eigentlich keine Stadtbäume sind, sondern in den Wald gehören, fällen und durch kleinere ersetzen müssten, das muss sukzessive angegangen werden.
  • Ich möchte, dass durch die Bahnlinie getrennte Stadtteile mit einem Tunneldurchstich nach Norden miteinander besser verbunden werden,
  • Gewerbegebiete ausgewiesen werden können, damit Rotenburg weitere attraktive Arbeitsplätze erhält,
  • unser so wichtiger Kasernenstandort weiter gesichert bleibt,
  • künstlerische Initiativen und Aktivitäten weiter gefördert bleiben, Kino und Theater so kreativ bleibt und mit neuer Technik und zentralem Standort gefestigt werden,
  • Barrierefreiheit und Inklusion als ständiger Verbesserungsprozess betrachtet wird,
  • Kopfsteinpflasteroberflächen dort durch rutschfeste Pflastersteine ersetzt werden, wo insbesondere ältere oder auch andere gehbehinderte Menschen gehen müssen,
  • Kooperationen zu umliegenden Wissenschaftsstandorten geschaffen werden, wir uns mit anderen immer besser vernetzen, damit Rotenburg immer besser bekannt und vermarktet wird.
  • Dazu brauchen wir auch eine gute Verkehrsanbindung nach Bremen, Verden und Hamburg, dass unsere Pendler die Vorteile von Verkehrsverbünden auch intensiv nutzen können.
  • Die Stadtwerke möchte ich so leistungsfähig erhalten und fördern, wie sie momentan aufgestellt sind. Die zurzeit existierende Lösung ist für uns ein absoluter Glücksfall, der uns sehr, sehr gute Leistungen liefert – und das zu einem unheimlich konkurrenzfähigen Preis.
  • Und schließlich möchte ich, dass die Bürger Rotenburgs gesund bleiben, mit gutem Trinkwasser versorgt werden, über reine Luft verfügen und auf einem möglichst sicheren Boden wohnen, ich mich deshalb weiterhin gegen Frackmaßnahmen bei der Erdgasförderung einsetzen werde und die leidigen sogenannten Optimierungsmaßnahmen mit Abfackeln des Gases und Entsorgungsmaßnahmen von Lagerstättenwasser kritisch begleiten möchte. Dazu will ich auch gerne für unsere Landes- oder Bundesregierung unbequem sein, wenn es denn nötig werden sollte.
  • Schließlich will ich auch den Gefahren für unsere Sicherheit und Ordnung durch Prävention vorbeugen, wozu wir auch eine gut ausgebildete, gut ausgerüstete und personell gut ausgestattete Feuerwehr brauchen. Ich bin dankbar, dass Ihr Euch, lieber Thorsten Reinsch, so sehr für dieses Feld ehrenamtlich engagiert.
  • Aber auch im Präventionsrat sind wichtige Aufgaben zu erledigen, die ich gerne annehmen und fördern werde.

Ich möchte dabei nichts überstürzen, sondern bitte Sie auch um 100 Tage Schonfrist, damit ich zunächst meine Verwaltung und die vielen Beschäftigen näher kennenlernen und mit ihnen gemeinsam erste Umsetzungsschritte entwickeln kann.

Der Wechsel im Bürgermeisteramt ist nun realisiert. Man sagt dass in jedem Anfang ein Zauber liegt, der uns begeistern soll und Hoffnung sowie Freude auf die gemeinsame Zukunftsgestaltung geben soll. Dieser Zauber bezieht sich aber nicht nur auf mich, sondern auch auf unsere neue 1. Stadträtin, Frau Bernadette Nadermann. Ich freue mich darauf, mit Ihnen Frau Nadermann und mit allen anderen Beteiligten in der Stadtverwaltung zusammenarbeiten zu dürfen.

Die vielen lohnenswerten Ziele werden Frau Nadermann und ich nicht alleine erreichen können, weshalb ich Sie alle, Rat, Verwaltung und alle Bürger gerne dazu einlade, beim Entwickeln und Umsetzen von Maßnahmen mitzutun, mitzuhelfen. Es wird mittelfristig für uns alle – parteiübergreifend – von Vorteil sein. Herzlichen Dank!

Heute ist es so weit

Andreas Weber

Andreas Weber, Bürgermeister von Rotenburg/ Wümme – Foto: Meike Goebel

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!
Heute ist es endlich nach der langen Wartezeit so weit: ab heute darf ich in Rotenburg das Bürgermeister-Amt übernehmen.

Ich freue mich auf meine neuen Aufgaben, auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Stadtverwaltung, auf die Zusammenarbeit mit unserer 1. Stadträtin, Frau Bernadette Nadermann, auf die vielen Begegnungen mit den Menschen in Rotenburg, Mulmshorn, Waffensen, Unterstedt und Borchel.

Rotenburg ist – gemeinsam mit seinen Ortschaften – eine liebens- und erlebenswerte Stadt mit vielen tollen Menschen. Da macht es Freude, sich für den Erhalt und weitere Verbesserungen einzusetzen.

Ich wünsche mir, dass wir uns zukünftig noch bürgernäher präsentieren können und auf eine intensive Kommunikation mit den vielen Engagierten, die sich auch um Verbesserungen bemühen.

Ich würde mich freuen, wenn wir in wenigen Jahren schon (noch) sagen könnten:
Rotenburg hat

  • weniger Schulden,
  • hat genügend einträgliche Arbeitsplätze und Menschen, die hier gerne investieren,
  • hat genügend Wohnraum – auch für Menschen mit wenig Einkommen, auch für Senioren und Menschen mit Behinderungen,
  • hat vielfältige Bildungsmöglichkeiten mit weiterhin hochmotivierten LehrerInnen,
  • hat beste Möglichkeiten, seine Freizeit sinnvoll, erlebnisreich, variabel und gesund zu gestalten,
  • hat eine leistungsfähige, sichere und leicht verständliche Verkehrsinfrastruktur,
  • hat ein umfangreiches Angebot an Vereinen, Sport, Kultur und Sozialem,
  • kümmert sich intensiv auch um Menschen, denen es in unserer Gesellschaft bisher nicht gelungen ist, für sich allein sorgen zu können,
  • nimmt die Probleme in der Umwelt wahr und hat Vorkehrungen im eigenen Zuständigkeitsbereich getroffen, die Bevölkerung vor negativen Auswirkungen zu schützen und
  • nimmt die Aufgaben der Zukunft – auch im Hinblick auf die Unterbringung und Unterstützung von Flüchtlingen – offensiv wahr.

Dazu lade ich Sie herzlich ein, mit mir und meinen vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Helfern, daran mitzuwirken, diese Ziele zu erreichen!

Erdgasförderung & Fracking


Die Erdgasförderung und das Fracking, nämlich auf welche Art und Weise Erdgas gewonnen wird in Deutschland, ist nicht nur ein Thema, das Deutschland insgesamt angeht sondern insbesondere auch den Landkreis Rotenburg und in der Zwischenzeit auch die Stadt Rotenburg selbst.

Über 50 Bohrstellen haben wir hier im Landkreis Rotenburg und glücklicherweise haben wir jetzt mit der Bundesregierung eine Regierung, die sich intensiv mit dieser Thematik auseinandersetzt und bereits einen Gesetzesentwurf vorbereitet hat, der in diesem Jahr noch Wirklichkeit werden soll.

Allerdings ist in diesem Gesetzesentwurf leider enthalten, dass bei konventionellen Erdgasförderanlagen – und im Landkreis Rotenburg sind es alles konventionelle Erdgasförderanlagen – kein Fracking Verbot ausgesprochen werden soll.

Das ist für uns natürlich nicht zufriedenstellend, gerade vor dem Hintergrund, dass wir erstmalig eine Gesundheitsuntersuchung im Bereich der Samtgemeinde Bothel und da insbesondere in Hemslingen und Söhlingen gehabt haben, wo jetzt vor Kurzem das Ergebnis mitgeteilt worden ist und festgestellt worden ist, dass es mehr Krebserkrankungen im Lymphkrebsbereich gegeben hat als eigentlich zu erwarten gewesen wäre. Nämlich annähernd doppelt so viele Fälle wie zu erwarten gewesen wäre.

Das muss Anlass genug sein jetzt zu sagen: Stop mit all den gefährlichen Dingen, die rund um die Erdgasförderung hier im Landkreis Rotenburg geschehen! Nämlich: Abfackelungsarbeiten bei Optimierungsarbeiten. Fracking-Verbot auch in diesem Bereich, damit wir sofort Sicherheit produzieren können. Das hochgiftige Lagerstättenwasser darf unterirdisch nicht mehr entsorgt werden, sondern muss oberirdisch gereinigt und dann anschließend entsorgt werden.

Das sind unsere Forderungen, die wir hier im Rotenburger Bereich stellen. Und auf der anderen Seite auch, dass die Gesundheitsuntersuchungen, die in Bothel durchgeführt worden sind auch in anderen Bereichen durchgeführt werden.

Das muss unbedingt umgesetzt werden, sowohl von der Landesregierung als auch von der Bundesregierung.

Fracking: Schreiben an Wirtschaftsminister Gabriel

Fracking: 11 Punkte für Minister GabrielBetr.: Beabsichtigte Gesetzesvorlage zur Erdgasförderung mittels Fracking

Sehr geehrter Herr Minister Gabriel,
mein Name ist Andreas Weber, ich bin 56 Jahre alt und vor ca. 1,5 Jahren in die SPD eingetreten.

Rotenburg liegt mitten in einem Erdgasfördergebiet, denn rund um uns herum sind über 23 Bohrstellen, wo schon häufig gefrackt wurde. Söhlingen, Völkersen, Bötersen etc. liegen um uns herum, wir wohnen auf einer großen Gasblase. Es hat schon Störfälle gegeben: Erdbeben u.a. mit erheblichen Sachschäden, Bodenverunreinigungen, Abfackelungen mit erheblichen gesundheitsgefährdenden Emissionen, so dass die Menschen hier immer sensibler geworden sind. Ich bin auch hier in Rotenburg zum Bürgermeister gewählt worden, weil ich die Landesregierung und Bundesregierung mit meinem Wissen über die Gefahren des Frackings zu beraten versuche.

Wir haben hier die große Sorge, dass unser Trinkwasser aus der steinzeitlichen „Rotenburger Rinne“ verseucht werden wird, dass es weitere Erderschütterungen geben wird und unsere Umwelt immer stärker in Luft, Boden und Wasser verseucht werden wird. Das Rotenburger Gesundheitsamt untersucht momentan auch Verdachtsmomente auf eine erhöhte Leukämie-Krankheitsrate in Söhlingen und Umgebung, wo besonders viele Erdgasförderstätten seit Jahren vorhanden sind. Auch sind erhebliche Bodenverunreinigungen bereits in unserer Umgebung festgestellt worden.
Ich selbst bin an vielen Bohrstellen vor Ort gewesen und habe mich gewundert über die Nachlässigkeit, wie dort mit Gefahrgut, mit Abwasserleitungen und Sicherheitsbestimmungen umgegangen wird. Eine Kontrolle durch die Landkreise findet dabei nicht statt. Das Landesbergamt ist überfordert, die vielen Bohrstellen zu überwachen.

Bei all den Problemen, die wir hier vor Ort haben, müssen Sie wissen, dass dieses hier sogenannte konventionelle Erdgasförderstätten sind, die in Ihrer Gesetzesvorlage kaum Erwähnung finden.

Riesige Flächen von Sandsteinlagen (jeweils über 120 Fußballfelder große Flächen) werden in ca. 4.000 – 5.000 m Tiefe mit dem 10fachen Druck einer Ariane-5-Rakete zerschossen/zerbröselt und mit Millionen von Litern Wasser einschließlich zigtausenden von Litern hochtoxischer Chemikalien in die Erde gepresst. Darunter befinden sich Benzole, Biozide, Arsen, Quecksilber aber auch endokrine Chemikalien, die sich negativ auf menschliche Hormone auswirken.

Mit dem Erdgas kommen diese Stoffe auch wieder an die Erdoberfläche, zusammen mit dem hochtoxischen Lagerstättenwasser, was alles wieder entsorgt werden muss. Anstatt dieses zu reinigen und sicher zu entsorgen, wird es einfach in alte Erdförderstätten „verpresst“, besser gesagt entsorgt. Dieses geschieht in der einzigen Hoffnung, dass es niemals dort unten Schäden anrichten wird und niemals wieder an die Erdoberfläche kommen wird. Wissenschaftlich untersucht ist dieses noch nicht, so dass ein Gesundheitsrisiko hier nicht ausschließbar ist.
Auch in der Expertise des Umweltbundesamtes vom August 2012 wird explizit festgestellt, dass das Fracking vom Risiko her momentan nicht kalkuliert werden kann.

Ich bitte Sie eindringlich, in Ihrem Gesetzesvorhaben folgende Dinge zu berücksichtigen:

  1. Gleichbehandlung von konventionellen und unkonventionellen Erdgasförderstätten.
  2. Frackingverbot für beide Förderarten.
  3. Sofortiger Stop von Lagerstättenwasserverpressung.
  4. UVP-Pflicht (beauftragt durch die öffentliche Hand, vorgenommen von unabhängigenGutachtern) vor jeder neuen Bohrung und jeder „Optimierungshandlung“ an denFörderstätten.
  5.  Kein unkontrolliertes Abfackeln von Erdgas, sondern Reinigung der Abgase,
  6.  Keine Verwendung umwelttoxischer Stoffe bei der Erdgasförderung.
  7. Ständiges Monitoring von Luft, Boden und Wasser rund um jede Förderstätte.
  8. Schutz von Trinkwasserschutzgebieten und des Grundwassers.
  9. Einführung einer Beweislastumkehr bei entstanden Schäden.
  10. Personelle Stärkung der Landesbergämter, damit Kontrollen wirksam durchgeführt werden.
  11. Übertragung von Kontrollpflichten auf die regionalen Landkreise und damit die Zusammenführung von Kompetenz und Verantwortung in der Region.

Sehr geehrter Herr Minister Gabriel, nehmen Sie die Sorgen der Bürger und hier verantwortlichen Beobachtungen, unsere Empfindungen unsere Ängste und unser anerkennenswerte Engagement für unsere Umwelt.

Wir freuen uns über die große durch SPD und Grüne gelebte Transparenz und Ihre Initiative zur gesetzlichen Regelung der Erdgasförderung. Doch haben Sie auch die konventionelle
Erdgasförderung im Auge, denn diese ist für uns hier im Landkreis Rotenburg und Verden zu einer großen Gefahr geworden, der wir mit allen legalen Mitteln begegnen müssen.

Mit freundlichen und solidarischen Grüßen
Andreas Weber

Den Wechsel schaffen


Sonntag ist es soweit: dann findet die Bürgermeisterwahl, die Landratswahl und die Europawahl statt. Ich bitte Sie, sich daran zu beteiligen. Gehen Sie zu ihrem Wahllokal, füllen Sie Ihren Wahlschein aus. Und ich bitte Sie ausdrücklich noch einmal darum, mir Ihre Stimme zu geben, damit wir in Rotenburg einen Wechsel realisieren können.

Ganz konkret sind mir 3 Dinge ganz besonders wichtig:

Ich möchte erreichen, dass wir den Tunnel am Rotenburger Bahnhof bis auf die Nordseite verlängern, dass wir auch den Ortsteil Rotenburgs zum Imkersfeld, zur Bremer Straße hin öffnen, damit die Waffensener und Mulmshorner nördlich des Bahnhofs direkt parken zu können und die Bahngleise dann auch zu erreichen.

Zweitens möchte ich auch ganz konkret, dass wir im Bereich der Spielplätze den Spielplatz Angerburger Straße zu einem Abenteuerspielplatz umbauen. Das würde ich gern mit den Anwohnern gemeinsam erreichen, dass wir mit einer Arbeitsgruppe solch einen Abenteuerspielplatz gemeinsam planen und dann auch realisieren. Auf der anderen Seite ist auch der Spielplatz am Kiebitzweg ein problematischer Spielplatz, der ganz bestimmt noch einmal neu angefasst werden muss.

Und schließlich, gerade was das Radverkehrskonzept angeht habe ich die Vision, dass ich die Hauptverkehrsader von Ost nach West, nämlich die Goethestraße gern zu einer Fahrradstraße umbauen lassen möchte, wo der Radverkehr Vorrang genießt, auf der ganzen Fahrbahn dann auch fahren kann, die Fahrradfahrer nicht mehr so gefährdet sind und der PKW-Verkehr zusätzlich -aber untergeordnet dem Fahrrad-Verkehr- zugelassen sein wird.

Das sind noch einmal drei, vier Vorschläge, die ich in den nächsten 7 Jahren realisieren möchte.

Deshalb: wenn Sie das mit mir gemeinsam derreichen wollen, wenn Sie auch den Wechsel im Rathaus hier in Rotenburg mit realisieren wollen, dann helfen Sie mir. Auf Ihre Stimme kommt es an! Herzlichen Dank.

Es geht viel mehr

Es geht viel mehr in Rotenburg: Kino, Kulturzentrum, Gestaltung der öffentlichen Räume, des Bahnhofs, Einkäufe in der Innenstadt, Bürgerbus, das Miteinander in unserer Stadt.  “Mehr geht nicht” sagt Detlef Eichinger. Ich glaube wir können immer noch besser werden. Das ist die Aufgabe des Rotenbuger Bürgermeisters.Zu Gast bei Kanal 11

Wir haben gestern bei Kanal 11, dem Fernsehsender der Rotenburger Werke über verschiedene Themen gesprochen. Ich bin beeindruckt, was das Team um Heike Tetzlaff und Hilmar Drögemüller dort jeden Donnerstag ab 17:00 auf die Beine stellt und habe mich sehr wohl gefühlt.

Nach der persönlichen Vorstellung der beiden Rotenburger Bürgermeisterkandidaten mit Leibgericht (meins: Pfannkuchen) und Lieblingssendung (meine: Tatort aus Bremen) ging es erst einmal um die Motivation: Ich möchte Bürgermeister werden, um in Rotenburg etwas positiv zu verändern, im direkten Kontakt mit meinen Mitbürgerinnen und Mitbürgern zusammen etwas bewegen: auf die Menschen zugehen, anstatt darauf zu warten, dass sie einen Termin bei mir machen.Kanal 11 Backstage

Danach haben wir über Beratungszentrum für Menschen mit Behinderung der Rotenburger Werke  in der Goethestraße gesprochen. Ich werde mich dafür einsetzen, dass es weiter besteht. Stadt, Landkreis, die Rotenburger Werke und auch das Land sind aber gemeinsam für die Finanzierung verantwortlich. Dass wir in Rotenburg so ein freundliches Miteinander haben liegt auch daran, dass wir die Werke und die anderen Einrichtungen der Diakonie hier haben. Dass wir Gemeinsamkeit nach außen zeigen und das auch leben. Gerade Auswärtige, die Rotenburg kennenlernen sind erstaunt über das freundliche Klima in der Stadt. “Mehr geht nicht” sagt Detlef Eichinger. Ich glaube wir können immer noch besser werden. Das ist die Aufgabe des Rotenbuger Bürgermeisters.

Gestaltung der öffentlichen Räume, besonders der Bürgersteige für Rollstühle, Rollatoren und Kinderwagen: ich finde – auch da geht viel mehr. Ich habe 10 Wochen im Rollstuhl sitzen müssen und aus erster Hand die vielen Schwierigkeiten kennen gelernt. Zum Beispiel ist ausgerechnet vor dem Beratungszentrum in der Goethestraße eine Schräge eingerichtet, die gerade Menschen mit Rollatoren und Rollstühlen große Probleme bereitet. Bahnhof: wenn die Fahrstühle mal nicht gehen ist das für Rollstuhlfahrer ein Problem: einfach mal nach Bremen oder Hamburg fahren geht dann nicht. Viele Dinge, die wir zukünftig verbessern können, die ich gerne besser machen möchte, wenn ich Bürgermeister bin.

Einkaufen für den täglichen Bedarf in der Innenstadt und die bedauerliche frühe Schließung des Penny Marktes: Wir brauchen eine Möglichkeit in der Innenstadt einzukaufen. Leider wird es noch 1 ½ Jahre dauern bis der Supermarkt fertig gestellt ist – so dass wir über 2 Jahre diese unerfreuliche Situation haben, dass Menschen in der Innenstadt sehr weite Wege zum Einkaufen gehen müssen. Ganz herzlichen Dank auch an Karin Kloos, Rudolf und die vielen anderen, die bei dem Versuch geholfen haben den Penny Markt am Neuen Markt  zu halten.

Bürgerbus: Hier gab es den Wunsch, dass der auch bis Unterstedt und Waffensen und auch Sonntags fährt. Das Problem ist, dass der Bürgerbus mit Ehrenamtlichen betrieben wird und wir genügend Fahrer brauchen – daher mein Appell, dass sich mehr Fahrer zur Verfügung stellen, dann können wir den Dienst ausweiten.

Backstage Gespräch bei Kanal 11

Backstage Gespräch bei Kanal 11

Warum haben wir in Rotenburg kein richtiges Kino? Ich möchte ein Kino und Kulturzentrum zentrumsnah in Rotenburg, möglichst im Bürgersaal realisieren und hoffe, dass wir dieses Projekt mit den Rotenburger Werken angehen können, um dort auch Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung schaffen können. Es gibt da bereits Gespräche – wir wollen dieses Thema aber aus dem Wahlkampf heraus halten. Klar ist: hier bewegt sich einiges und es muss auch dringend etwas geschehen.

Zum Schluss wurde nach Träumen gefragt. Mein Traum ist, dass wir irgendwann nicht mehr von “Behinderungen” sprechen, dass wir einfach akzeptieren, dass die Welt bunt ist, die Menschen unterschiedlich sind und wir alle unterschiedliche Begabungen haben und dass alle gleichberechtigt am Leben teilnehmen können. Das ist mein Traum. Träume darf man haben, wenn man bei Tage an ihrer Realisierung arbeitet.

In der Seniorenwohnanlage Hemphöfen

Andreas Weber zu Gast im Haus HemphöfenGestern war ich in der Seniorenwohnanlage Haus Hemphöfen, um mich vorzustellen. Nach meiner Rede ging’s um’s Zuhören: die Seniorinnen und Senioren hatten eine Menge zu sagen, wie andere Rotenburger auch. Stichworte: Der Bürgerbus ist toll, könnte aber mehr Haltestellen und direktere Linien haben, im Hallenbad ist es für Behinderte schwer, aus dem Becken zu kommen, man kann in der Stadt nicht mal schnell eine Kleinigkeit einkaufen gehen, der Neue Markt ist für Behinderte unpassierbar, es fehlt Theater und Kino, mehr Rücksichtname auf den Gehwegen, die Gehwege müssen besser gewartet werden.

Ich verstehe das Amt des Bürgermeisters so, dass es in allererster Linie darum geht, diese Alltagsprobleme aufmerksam aufzunehmen – und dann möglichst schnell und effektiv zu lösen.

7 Ziele für die nächsten 7 Jahre


Hier sind meine 7 wichtigen Ziele für die nächsten 7 Jahre als Bürgermeister in Rotenburg:

Umwelt: Kein „Flughafenausbau“ – Tempo 50 km/h auf der B 71 in Mulmshorn – Verhinderung von Fracking-Maßnahmen in Waffensen/Bötersen – Wenn möglich Stromtrasse (Suedlink) in Unterstedt, Waffensen und Mulmshorn verhindern, ansonsten aber zumindest als Erdkabel verlegen lassen.

Arbeiten und Wohnen: Gewerbeflächen ausweisen auch in Mulmshorn in der Nähe der A1 – Schaffung von kleinen und bezahlbaren Wohnungen für Singles, Alleinerziehende und Senioren.

Verkehr: Fahrzeugfließverkehr durch „Grüne Welle“ verbessern – zweckmäßige

Verkehrsberuhigung – Erreichbarkeit des Bahnhofs verbessern durch Durchstich des Tunnels zur Nordseite und Parkplatzbau im Norden des Bahnhofs für Pendler aus Waffensen, Borchel und Mulmshorn – Radwegeausbau fördern und Goethestraße zur Fahrradstraße ausbauen, um KFZ-Verkehr zu reduzieren.

Senioren: Barrierefreiheit in der Innenstadt insbesondere für Senioren und Menschen mit Behinderungen verbessern – weitere Verbesserung der ambulanten Pflegeleistungen.

Kinder und Jugend: Diskothek und Kino möglichst zentral in Rotenburg – Skateranlage am Bolzplatz/Soltauer Straße – Abenteuerspielplatz in der Angerburger Straße – verlässliche Grundversorgung in Kindergärten zur Arbeitszeit statt 24-Std.-Kita.

Kultur und Sport: Kulturzentrum in Rotenburg statt Bürgersaalabriss – Schnelle Realisierung der THS-Sporthalle – Gesundheitssportmittel für alle Vereine und Schulen, die konkrete Projekte verwirklichen wollen, statt Gießkannenprinzip.

Arbeits- und Interessengruppen einsetzen für Radverkehrsentwicklung, Innenstadtentwicklung und Umwelt – Beteiligung interessierter Bürger an der Verwirklichung konkreter Investitionen für eine bessere Stadtentwicklung (Bürgerhaushalt).